French Open (Roland Garros) 2026
French Open (Roland Garros): Termin 2026, Ergebnisse, News
Die French Open, auch Roland Garros oder offiziell Tournoi de Roland-Garros, sind das zweite Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison. Das Hauptfeld beginnt in der Regel Ende Mai und endet Anfang Juni mit dem Herren-Finale. Gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf roter Asche.
Aktueller Termin: Die French Open 2026 finden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 statt. Die Qualifikation läuft vom 18. bis 23. Mai 2026. In Deutschland übertragen Eurosport 1, Eurosport 2, Eurosport 4K, HBO Max, discovery+, DAZN und Joyn.
French Open kurz erklärt
Die French Open sind eines der vier Grand-Slam-Turniere im Tennis. Neben den Australian Open, Wimbledon und den US Open gehören sie zu den wichtigsten Turnieren des Jahres. Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Sand. Dadurch haben Spin, Beinarbeit, Ausdauer und taktische Geduld eine besonders große Bedeutung.
Das Turnier findet seit 1891 statt. Seit 1928 wird es im Stade Roland Garros in Paris ausgetragen. Benannt ist die Anlage nach dem französischen Luftfahrtpionier Roland Garros.
Termin: Wann sind die French Open?
| Jahr | Termin | Hinweis |
|---|---|---|
| 2026 | 24. Mai bis 7. Juni | 125. Ausgabe |
| 2025 | 25. Mai bis 8. Juni | 124. Ausgabe |
| 2024 | 26. Mai bis 9. Juni | Olympische Tennisspiele fanden später ebenfalls in Roland Garros statt |
| 2023 | 28. Mai bis 11. Juni | regulärer Termin Ende Mai bis Anfang Juni |
Übertragung der French Open in Deutschland
Warner Bros. Discovery hält die europaweiten Medienrechte an Roland Garros bis einschließlich 2030. Ausgenommen ist Frankreich. In Deutschland laufen die French Open weiterhin bei Eurosport sowie über die Streaming-Plattformen von Warner Bros. Discovery.
TV
Eurosport 1 zeigt die French Open im Free-TV. Eurosport 2 ergänzt die Übertragung im Pay-TV. Über den Event-Channel Eurosport 4K bei HD+ gibt es ausgewählte Matches vom Court Philippe-Chatrier in UHD HDR-Qualität.
Live-Stream
HBO Max und discovery+ zeigen alle Matches live. Für Roland Garros 2026 sind rund 900 Matches im Turnierverlauf geplant. Über Joyn ist Eurosport 1 als Stream verfügbar. DAZN bietet Eurosport 1 und Eurosport 2 je nach Paket ebenfalls als Live-Sender an.
Digitale Funktionen
HBO Max bietet bei Roland Garros Funktionen wie Multiview mit bis zu vier Matches gleichzeitig, Key Moments für wichtige Ballwechsel, Player Alerts für Lieblingsspieler und mehrsprachige Kommentarfeeds. Auf ausgewählten Courts sind 1080p Dolby Vision und Dolby Atmos verfügbar.
TV-Hinweis: In der ersten Turnierwoche überschneiden sich die French Open häufig mit dem Giro d’Italia. Eurosport 1 kann deshalb zeitweise vom Tennis zum Radsport wechseln. Bei HBO Max und discovery+ laufen beide Events in voller Länge live.
Stade Roland Garros: Anlage und wichtigste Courts
Das Stade Roland Garros liegt im Westen von Paris am Bois de Boulogne. Die Anlage ist kompakt, eng und atmosphärisch besonders. Gerade auf den Nebenplätzen sitzen die Zuschauer oft nah am Spielfeld. Das macht frühe Runden für Favoriten unangenehm.
Der wichtigste Platz ist der Court Philippe-Chatrier. Er fasst mehr als 15.000 Zuschauer und besitzt seit 2020 ein schließbares Dach. Der zweitgrößte Court ist der Court Suzanne-Lenglen, der seit 2024 ebenfalls über ein Dach verfügt. Dazu kommt der moderne Court Simonne-Mathieu, der von Gewächshäusern umgeben ist und zu den markantesten Plätzen der Anlage gehört.
Warum heißen die French Open Roland Garros?
Roland Adrien Georges Garros war kein Tennisspieler, sondern ein französischer Luftfahrtpionier. Er starb 1918 kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs. Als Frankreich 1928 für die Davis-Cup-Verteidigung eine neue Tennisanlage baute, wurde das Stadion ihm zu Ehren Stade Roland Garros genannt.
Kurz erklärt: „French Open“ ist die internationale Turnierbezeichnung. „Roland Garros“ bezeichnet ursprünglich die Anlage, wird heute aber auch als Synonym für das Turnier verwendet.
Bälle und Spielbedingungen
Typischerweise sind die Bälle in Paris langsamer als bei den Sandplatzturnieren zuvor in Madrid und Rom. Daher besaiten viele Spieler wie Sascha Zverev 3 bis 5 kg weicher (weniger) und spielen etwas höher, da die Bälle den Spin gut annehmen.
Dazu sind die Plätze durchaus rutschig, wodurch sich in Paris besondere Spielbedingungen ergeben.
Geschichte der French Open
Die French Open wurden 1891 erstmals ausgetragen. Zu Beginn waren vor allem französische Spieler startberechtigt. Seit 1897 gibt es auch einen Damenwettbewerb. 1925 öffnete sich das Turnier international. Seit 1928 wird im Stade Roland Garros gespielt.
1968 begann bei den French Open die Open Era. Seitdem dürfen Profis und Amateure gemeinsam antreten. Damit wurden die French Open zu einem der wichtigsten internationalen Turniere im Profitennis.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1891 | Erste Austragung der französischen Meisterschaften |
| 1897 | Erster Damenwettbewerb |
| 1925 | Internationale Öffnung des Turniers |
| 1928 | Umzug ins Stade Roland Garros |
| 1968 | Beginn der Open Era bei den French Open |
| 2020 | Dach auf dem Court Philippe-Chatrier einsatzbereit |
| 2024 | Dach auf dem Court Suzanne-Lenglen fertiggestellt |
Typische Merkmale der French Open
Belag: rote Asche statt loser Sand
Die French Open werden auf roter Asche gespielt. Der Belag besteht nicht einfach aus losem Sand. Die obere Schicht besteht aus feinem Ziegelmehl. Darunter liegen mehrere feste Schichten, unter anderem Kalkstein und Drainage-Material. Dadurch entsteht ein langsamer, aber stabiler Belag mit hohem Ballabsprung.
Taktik: Spin, Geduld und Beinarbeit
Roland Garros belohnt Spieler, die viel Spin erzeugen, gut rutschen und lange Ballwechsel körperlich aushalten. Ein harter Aufschlag allein reicht auf Sand selten. Entscheidend sind Aufbau, Winkel, Rückhandhöhe, Kondition und die Fähigkeit, auch nach langen Rallyes noch präzise zu spielen.
Atmosphäre: laut, eng und emotional
Paris ist für viele Spieler eine Herausforderung. Die Zuschauer sind nah am Geschehen, Zwischenrufe kommen häufiger vor und die Stimmung kann schnell kippen. Gerade auf den Nebenplätzen kann die Geräuschkulisse intensiv sein. Für Favoriten sind die ersten Runden deshalb oft gefährlicher, als es die Weltrangliste vermuten lässt.
Warum sind die French Open so schwer zu gewinnen?
Die French Open gelten als besonders anspruchsvoll, weil die Ballwechsel länger sind als auf Rasen oder Hartplatz. Der Sand nimmt Tempo aus dem Spiel, verstärkt Topspin und macht schnelle Richtungswechsel körperlich anstrengend. Wer in Paris sieben Matches gewinnen will, braucht Fitness, Geduld, mentale Stabilität und taktische Variabilität.
Viele große Spieler hatten in Roland Garros ihre größten Probleme. Boris Becker gewann alle Grand-Slam-Turniere bis auf die French Open. Pete Sampras blieb in Paris ebenfalls ohne Titel. Roger Federer musste sein Spiel über Jahre anpassen, bevor er 2009 endlich in Roland Garros gewann. Rafael Nadal prägte das Turnier dagegen wie kein anderer Spieler zuvor.
Rekorde und prägende Champions
Rafael Nadal ist die prägende Figur der French-Open-Geschichte. Seine Dominanz auf Sand machte ihn zum erfolgreichsten Spieler von Roland Garros. Bei den Damen gehören Chris Evert, Steffi Graf, Justine Henin und Iga Swiatek zu den wichtigsten Namen der Turniergeschichte.
Die French Open sind aber auch ein Turnier für Überraschungen. Qualifier, Wildcards und ungesetzte Sandplatzspezialisten können hier eher gefährlich werden als bei vielen anderen Grand Slams. Der Belag gleicht reine Aufschlagdominanz aus und gibt taktisch starken Spielern mehr Chancen.
Bälle, Besaitung und Material
Bei Roland Garros wird mit offiziellen Turnierbällen gespielt, die auf Sand hohe Belastung aushalten müssen. Seit 2020 ist Wilson offizieller Ballpartner des Turniers. Die Bälle springen auf trockener Asche hoch ab, können bei kühlem oder feuchtem Wetter aber schwerer wirken.
Für Spieler ist die Materialwahl in Paris besonders wichtig. Viele passen Besaitungshärte und Schläger-Setup an die Bedingungen an. Bei kühlen Temperaturen wird oft etwas weicher besaitet, um mehr Länge und Tempo zu erzeugen. Bei Hitze und schnellen Plätzen kann eine härtere Besaitung mehr Kontrolle bringen.
Tickets für die French Open
Tickets für die French Open werden über die offizielle Ticketplattform von Roland Garros verkauft. Der Andrang ist groß. Für viele Kontingente gibt es ein Registrierungs- oder Losverfahren. Zusätzlich werden Tickets für die Opening Week, Qualifikation und Außenplätze angeboten.
Wer Roland Garros erleben will, sollte früh planen. Die ersten Turniertage sind für Tennisfans oft besonders attraktiv, weil auf vielen Courts parallel gespielt wird. Dort sieht man viele Topspieler, Qualifier, Lucky Loser und Wildcards aus nächster Nähe. Finaltickets sind dagegen deutlich teurer und schwerer zu bekommen.
Tipp aus Erfahrung: Für echte Tennisfans ist die erste Turnierwoche oft spannender als das Finale. Auf den Außenplätzen gibt es viele Matches, kurze Wege und mehr Nähe zu den Spielern. Wer nur ein begrenztes Budget hat, sollte Qualifikation oder Opening Week prüfen. Die Anlage ist wirklich einen Besuch wert und nicht weit von der Innenstadt entfernt.
Preisgeld und Punkte
Das Preisgeld der French Open steigt seit Jahren deutlich. 2026 beträgt das Gesamtpreisgeld 61,723 Millionen €. Siegerin und Sieger im Einzel erhalten jeweils 2.800.000 €. Dazu gibt es im Einzel jeweils 2.000 Weltranglistenpunkte für den Titel.
| Runde | Preisgeld Einzel 2026 |
|---|---|
| Sieger/in | 2.800.000 € |
| Finalist/in | 1.400.000 € |
| Halbfinale | 750.000 € |
| Viertelfinale | 470.000 € |
| Achtelfinale | 285.000 € |
| 3. Runde | 187.000 € |
| 2. Runde | 130.000 € |
| 1. Runde | 87.000 € |
| Quali-Finale | 48.000 € |
| 2. Quali-Runde | 33.000 € |
| 1. Quali-Runde | 24.000 € |
Tie-Break-Regel bei den French Open
Früher waren die French Open lange das Grand-Slam-Turnier ohne Tie-Break im entscheidenden Satz. Diese Regel ist Geschichte. Heute wird bei Grand-Slam-Turnieren im entscheidenden Satz bei 6:6 ein Match-Tie-Break bis 10 Punkte gespielt. Gewonnen ist er mit zwei Punkten Vorsprung.
Historische Zahlen aus Roland Garros
Roland Garros ist auch logistisch ein Großereignis. Während des Turniers werden zehntausende Tennisbälle verbraucht. Dazu kommen tausende Schlägerbesaitungen, große Mengen Saite, eigene Teams für Platzpflege, Ballkinder, Linienpersonal, Medienproduktion und Spielerbetreuung.
Solche Zahlen zeigen, warum die French Open nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch zu den größten Tennisevents der Welt gehören.
Häufige Fragen zu den French Open
Wann finden die French Open statt?
Die French Open finden in der Regel von Ende Mai bis Anfang Juni statt.
Wo finden die French Open statt?
Die French Open finden im Stade Roland Garros in Paris statt. Die Anlage liegt im 16. Arrondissement am Bois de Boulogne.
Warum heißen die French Open Roland Garros?
Das Turnier wird oft Roland Garros genannt, weil die Anlage seit 1928 nach dem französischen Luftfahrtpionier Roland Garros benannt ist.
Auf welchem Belag werden die French Open gespielt?
Die French Open werden auf roter Asche gespielt. Der Belag besteht aus mehreren Schichten und einer oberen Schicht aus feinem Ziegelmehl.
Warum sind die French Open besonders schwer?
Der Sandplatz sorgt für längere Ballwechsel, hohe Absprünge und körperlich anspruchsvolle Matches. Deshalb sind Kondition, Spin, Geduld und Beinarbeit besonders wichtig.
Wer überträgt die French Open in Deutschland?
In Deutschland laufen die French Open bei Eurosport sowie im Streaming über HBO Max und discovery+. Je nach Paket sind Eurosport-Sender auch über DAZN und Joyn verfügbar.
Wie viele Punkte gibt es für den French-Open-Sieg?
Für den Titel im Einzel gibt es bei den French Open 2.000 Weltranglistenpunkte.
Weiterführende Links
- Offizielle Website von Roland Garros
- Was ist ein Grand Slam?
- Tennisplatz und Beläge erklärt
- Was ist eine Wildcard?
- Was ist ein Lucky Loser?
Robert Hartl hat den Artikel French Open (Roland Garros) zuletzt 2026 aktualisiert.
Robert Hartl gründete Tennis Weblog 2007. In über 500 Beiträgen teilt er sein Tennis-Wissen als langjähriger Tennis-Spieler, Tennis-Trainer und Tennis-Fan. Tennis Weblog ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Tennis-Webseiten mit über einer halben Million Besuchern pro Jahr. Wir lieben Tennis - von Tennis-Fans für Tennis-Fans. mehr zur Redaktion