Tennis Leistungsklassen
Viele Tennis-Verbände in Deutschland arbeiten bei der Einstufung der Spielstärke mit so genannten Leistungsklassen. Saarland (Saarländischer Tennisbund, STB), Rheinland-Pfalz (Tennisverband Rheinland-Pfalz, RLP), Baden (Badischer Tennisverband, BTV), Westfalen (Westfälischer Tennisverband, WTV) setzen schon seit Jahren auf die Leistungsklassen (LK) zur Kategorisierung der Spielstärken. 2009 folgen nun Bayern (Bayerischer Tennisverband, BTV), Schleswig-Holstein (Tennis Verband Schleswig-Holstein, TSH), Hamburg (Hambuger Tennisverband, HTV) und Mittelrhein (Tennisverband Mittelrhein, TVM) hinzu und führen ebenfalls die Leistungsklassen im Tennis ein. Bis 2011 sollen 16 von 18 Landesverbänden mit diesem System arbeiten. Ein Grund sich diese Leistungsklassen genauer anzuschauen.
Das System der Leistungsklassen dient dazu, die Spielstärken künftig besser einschätzen zu können und vergleichen zu können.
Die Einteilung der Leistungsklassen
Es gibt LK1 bis LK23, wobei LK1 die besten Spieler (DTB-Rangliste) beinhaltet und LK die weniger guten Hobbyspieler. Wenn ich mir die Betrachtung der unserem Verein zugeteilten LK anschaue, ist die Einschätzung relativ gut gelungen. LK 5, 6 sind zur Einschätzung schon ganz ordentliche Spieler, die mit allen Schlägen umgehen können und auch von der Grundlinie die Bälle versenken.
Basis der nun teilweise erstmaligen Kategorisierung waren die Ergebnisse der letzten beiden Jahren, wobei auch viele Neubewertungen vorgenommen werden müssen (ausländische Spieler, neue Spieler, …). Allein in Bayern (BTV) wurden ca. 160.000 SpielerInnen eingestuft.
Zwischen Damen und Herren wird unterschieden, beide haben also ein eigenen Leistungsklassensystem.
Vom Alter her wird nict unterschieden, das bedeutet alle “Herren” ab 11 Jahren bewegen sich im gleichen System der Leistungsklassen.
Die Wertung der Leistungsklassen
Jedes Jahr werden am 30.09 die Werte der Saison bis dahin berücksichtigt und die LK neu ermittelt. Dazu rechnen regelmäßig die Mannschaftswettbewerbe und Turnierveranstaltungen mit Ranglistenstatus.
Es werden nur Siege gewertet, also bringt keine knappe Niederlage keine Punkte. Siegt man ohne zumindest ein Aufschlagspiel gespielt zu haben (W.O.) gibt es auch keine Punkte. Ansonsten kann man vereinfacht sagen, dass es mehr Punkte gibt, wenn man gegen (deutlich) besser eingestufte Spieler gewinnt.
Ansonsten orientiert sich die Mannschaftsaufstellung auch an den LK-Klassen. Denn nur innerhalb einer Leistungsklasse kann man tauschen.
Robert Hartl20. Mai 2010



