Vorhand-Stopp – Technik in Zeitlupe
Gerade auf Sand ist der Vorhand-Stopp ein sehr effektiver Schlag – wenn man ihn denn beherrscht. Denn der Gegenspieler lauert meist in der Defensive weiter hinter der Grundlinie auf eine druckvolle schnelle Vorhand. Besonders gute Sandplatzspieler haben daher regelmäßig einen sehr guten Vorhandstopp.
Entscheidend dabei ist, keinen Fehler zu machen und dem Gegner keine Auflage zu servieren. Denn selbst wenn der Gegner einen ordentlichen Stopp erlaufen kann und dann noch den Punkt macht, der Aufwand hierfür war extrem. Und beim nächsten vergleichbaren Vorhandball wird es einfacher den Winner in die Ecke zu platzieren. Denn der Gegner muss auch mit einem Stopp rechnen und kann sich nicht so weit hinter die Grundlinie verschieben.
Technisch ist der Vorhand-Stopp allerdings heikel, denn maßgeblich für seine Wirksamkeit ist eine gute Kontrolle auf der einen Seite, aber eine möglichst späte Erkennbarkeit für den Gegner. Daher greifen die meisten Spieler zwar auch um, aber so spät wie nur möglich. Bis dahin sollte sich die Ausholbewegung nicht von einem normalen Vorhandschlag unterscheiden.
Gaston Gaudio zeigt dies sehr schön:
Man sieht sehr gut, dass Gaston Gaudio wie immer sehr hoch ausholt und auch mit dem Körper wie in eine normale aggressive Vorhand geht. Am höchsten Punkt der Ausholbewegung greift er um, um dann den Stop mit einer guten Mischung aus Gefühl und Rückwärtsdrall zu spielen.
Beim Üben im Training ist es oft einfacher die Zuschlaggeschwindigkeit sehr langsam auszuführen und sich dann zu steigern.
Robert Hartl29. September 2010
Unforced Errors – verstehen und vermeiden
Gute Beinarbeit beim Tennis
Handgelenkseinsatz bei der Vorhand


