Wimbledon 2010
Wimbledon - Grand-Slam Rasenturnier Wimbledon
Wimbledon – genauer Wimbledon Championships – ist das traditionellste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Es findet als drittes nach den Australian Open und den French Open in London, England statt. Wimbledon ist ein Stadtteil von London, gespielt wird im altehrwürdigen All England Lawn Tennis and Croquet Club – erstmals am 9. Juli 1877!
Details zu Wimbledon
Auch wenn man die letzten Jahre in Wimbledon einiges modernisiert hat, die historische Bedeutung und der Pathos des Turniers sind jederzeit – auch im Fernsehen – spürbar. Befasst man sich auch nur ansatzweise mit der Historie des Turniers in Wimbledon und der Geschichte des Tennis, wird man verstehen, warum es für jeden Tennisprofi Wimbledon das Turnier der Turniere ist. So heißen die Geschlechter beispielsweise nicht Men and Women, sondern Gentlemen und Ladies. Auch gilt nur noch in Wimbledon die Regel des weißen Sports. So müssen 90% der Kleidung weiß sein. Selbst Andre Agassi spielt zu seinen Paradiesvogelzeiten in weißem Dress und Roger Federer läuft gar im Retro-Design auf. Auf den Nebenplätzen werden die Spielstandstafeln nach wie vor von Personen bedient, welche die Schilder mit den Zahlen darauf manuell wechseln. Bis vor wenigen Jahren war dies auch noch auf den Hauptplätzen so. Ein Klassiker ist auch, dass man als Zuschauer (extrem überteuerte) Erbeeren mit Sahne zu essen hat. Landestypisch lästig aber gewohnt distinguiert steht man auch den immer wieder vorkommenden Regenpausen gegenüber. Dann kann man ein erstklassig einstudiertes Manöver der Ballkinder und Helfer beobachten, die in Windeseile mit Planen den Rasen vor Feuchtigkeit zu schützen versuchen. Seit kurzem kann man daher in Wimbledon auf dem Centre Court auch bei Regen spielen, da man sich dazu entschlossen hatte, ein schließbares Dach anzubringen. Auch beginnt immer der Titelverteidiger das Vorjahres das Turnier auf dem Centre Court. Ebenso ist der erste Sonntag des zweiwöchigen Turniers in Wimbledon traditionell spielfrei, was nur bei starken Verzögerungen wegen Regenpausen geopfert wird. In Wimbledon ist Tradition einfach alles. So richten sich die Verantwortlichen auch beim Setzen der Spieler nicht zwingend nach der aktuell geltenden Platzierung in der Tennis Weltrangliste, sondern genehmigen sich auch Verschiebungen nach eigenem Ermessen – je nachdem wie man die Spielstärke des Spielers auf Rasen einschätzt. Das ist Rasentennis in Wimbledon: Tradition seit 9. Juli 1877. Aber wer glaubt, man würde nicht mit der Zeit gehen, der braucht sich nur die offizielle Webseite ansehen. Seit kurzem verfügt diese über einen Blog sowie eine Facebook-Fanpage und einen Account bei Twitter.
Höhepunkte in Wimbledon
Rasentennis in Wimbledon
Der Rasenbelag führt zu sehr schnellen und kurzen Ballwechseln, da üblicherweise Serve-and-Volley gespielt wird. Bei zwei aufschlagstarken Spielern kann es daher sein, dass man bei Wimbledon kaum Ballwechsel sieht. Diese Spiele leben daher von der Spannung, den wenigen extrem wichtigen Punkten. Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, dass man auch mit offensivem Spiel von der Grundlinie durchaus gut mitspielen kann. Da sich auch die Bälle jährlich etwas verändern, um das Spiel langsamer zu gestalten, ist das schwer vorhersagbar. Auch feuchtes Wetter macht den Rasenbelag schneller. Diesen vielen Einflussfaktoren mit der traditionellen Bedeutung und des eigenen Umfeldes machen den Reiz dieses so prestigeträchtigen Turnieres in Wimbledon aus. Der Rasen ist übrigens genau auf 8 mm gemäht – wohl jeder Grashalm. In den letzten Jahren dominierte in Wimbledon ganz klar Roger Federer. Roger Federer ging 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 als Sieger aus dem Turnier. 2008 war Roger Federer jedoch gegen Rafael Nadal unterlegen. Rafael Nadal erreichte auch in den beiden Vorjahren schon das Finale – verlor aber gegen Roger Federer.
Wimbledon im TV, Live-Ticker und Ergebnisse
Dieses Turnier überträgt nicht Eurosport sondern in Teilen das DSF/ Sport1 im Free TV und Premiere im Pay TV. 2008 hatte das DSF aber die Übertragungszeit auf eine Zusammenfassung ab 20 Uhr konzentriert und keine Live-Spiele mehr gezeigt. 2009 übertrug das DSF aber wieder mehr Zeit aus Wimbledon.
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