French Open (Roland Garros) 2010
French Open - Grand-Slam Tennisturnier French Open
Die French Open (auch Roland Garros) sind das zweite Tennis-Grand-Slam-Turnier des Jahres, das meist anfang Mai am Pflingstsonntag mit 3 Tagen erste Runde startet. Die French Open finden in Paris, Frankreich statt. Traditionell wird auf Sandplatz/ Asche gespielt, der bei heißem Wetter sehr hart und schnell werden kann. Aufgrund des harten Untergrunds und dem relativ losen Sand (0,1mm Körnung) sind die Plätze dadurch auch rutschig und nehmen Spin sehr gut an. Bekannt sind die French Open für die langen und kräftezehrenden Sandplatzduelle, bei denen mancher French-Open-Favorit so viel Kraft lassen musste, dass die Folgerunde physisch zu viel wurde. So konnten zahlreiche Tennisstars alle wichtigen Turniere bis auf die French Open gewinnen (Ivan Lendl, Boris Becker, …). Dafür sieht man als Zuschauer viele taktisch wie technisch sehr interessante Paarungen. Stets präsenter Hauptsponsor der French Open ist die PNB Paribas, deren Logo in dunkler Farbe auf den typisch mintgrünen Blenden prangen. Auch typisch ist ein Spieltag, an dem alle Kinder freien Eintritt erhalten. Dadurch wird die Atmosphäre der French Open sehr launisch und unruhig, was viele Spieler sichtlich in ihrer Konzentration stört.
Details zu den French Open (Roland Garros)
Die Tennis-Anlage in Paris liegt direkt am Südende des größten Stadtparks im Westen von Paris, dem Bois de Boulogne. Die Kamerschwenks auf den 8,5 Quadratkilometer großen Park sind beeindruckend. Die Hauptplätze (Centre Court) Court Philippe Chatrier und Court Suzanne Lenglen sind beeindruckende Tennisstadien mit schier endlosen Auslaufzonen und Tribünen. Ansonsten gibt es einige recht enge Nebenplätze wie Platz 2 auf denen die Favoriten sehr ungerne spielen, da oftmals der Schatten der großen Plätze halb auf den Platz fällt und/ oder die Zuschauer sehr nahe am Platz sitzen. Dazu kommt dann auch noch die Geräuschkulisse der großen Nebenplätze. Auch die lauten Zwischenrufe sind in Paris an der Tagesordnung. Ebenso markant sind die Schlag- und Ballgeräusche, die über die Außenmikrofone auf den riesigen Hauptplätzen erfasst werden. Interessant ist auch, dass bei jedem Tennisturnier der Spielstand vom Schiedsrichter zuerst in der Landessprache und dann ggf. abweichend auf Englisch angesagt werden – außer in Frankreich, da reicht französisch. Bemerkenswert sind zudem die langen Übertragungszeiten im Fernsehen (TV) und Internet (Online-Stream). Nur in der ersten Woche “stört” der Giro d’Italia die Dauerübertragung – zumindest im Fernsehen. Auch wenn ARD und ZDF nicht mehr übertragen, so ist Eurosport täglich einige Stunde live auf Sendung. Schade ist etwas, dass vor allem die Damenspiele der ersten Runden oft recht einseitig sind, aber trotz der großen Auswahl an alternativen Paarungen ausdauernd gezeigt werden. Ansonsten ist das frühe Ausscheiden von Favoriten in Paris bei den French-Open allein aufgrund der Bedingungen Alltag. Selbst ein Roger Federer musste nach einigen Jahren einsehen, dass es für Roland Garros noch mehr Kondition und Fitness bedarf und auch die Rückhand mit hohem Treffpunkt besser werden musste. Dominiert wurden die French Open lange Jahre von Rafael Nadal. Auch wenn Roger Federer immer bis ins Finale kam, meist hatte er gegen Rafael Nadal keine Chance.
Interessant ist auch, dass während der drei Wochen der French Open (inklusive Qualifikation) ca. 60.000 Tennisbälle verbraucht werden. Die Bälle sind meist sehr hart und springen enorm ab. Auch bleiben die Bälle bei Feuchtigkeit relativ kompakt und quellen nicht auf. Man versucht durch ein Recyclingverfahren die bei den French Open verbrauchten Bälle als Tennisboden zu nutzen oder in Tennisschuhen zu verarbeiten.
Aktuelles zum Umbau der French Open (Roland Garros)
Nach den vielen Regenpausen und Unterbrechungen wegen Dunkelheit insbesondere bei den French Open 2010 werden die Umbau- und Erweiterungsgerüchte und Forderungen lauter. So will man die Anlage erweitern, um insbesondere einen sehr großen Court zu haben und zumindest einen Platz mit Dach und Flutlicht. Da Roland Garros im Westen von Paris direkt im Park liegt und kaum Erweiterungsmöglichkeiten bestehen, überlegt man auch die Anlage komplett anderswo neu zu errichten. So oder so lägen die derzeit geschätzten Umbaukosten für die French Open bei 200 Millonen bis 400 Millionen Euro.
Links zu den French Open (Roland Garros)
Aktuelle News in French Open (Roland Garros)