Tennisbälle

Tennis–Grundlagen | Ausrüstung

Tennisbälle sehen auf den ersten Blick alle ziemlich gleich aus. In der Praxis gibt es jedoch deutliche Unterschiede bei Innendruck, Filz, Haltbarkeit, Sprungverhalten und Geschwindigkeit. Der verwendete Tennisball kann deshalb das Spielgefühl deutlich verändern.

Für ein normales Tennismatch werden heute überwiegend gelbe Druckbälle verwendet. Daneben gibt es drucklose Trainingsbälle, spezielle Bälle für unterschiedliche Platzgeschwindigkeiten sowie langsamere rote, orange und grüne Tennisbälle für Kinder und Einsteiger.

Kurz erklärt: Ein regulärer Tennisball wiegt nach den Vorgaben der International Tennis Federation (ITF) zwischen 56,0 und 59,4 Gramm. Der übliche Type-2-Tennisball hat einen Durchmesser von 6,54 bis 6,86 Zentimetern. Die ITF erlaubt grundsätzlich weiße und gelbe Tennisbälle.

Wie groß und schwer ist ein Tennisball?

Die Eigenschaften von Tennisbällen sind nicht beliebig. Die International Tennis Federation (ITF) definiert unter anderem Gewicht, Größe, Sprungverhalten und Verformung der für den Wettkampfsport zugelassenen Bälle.

Für den heute üblichen Type-2-Tennisball (Medium) gelten folgende Werte:

EigenschaftITF-Vorgabe für Type 2
Gewicht56,0–59,4 g
Durchmesser6,54–6,86 cm
Sprunghöhe135–147 cm
Farbeweiß oder gelb

Die Sprunghöhe wird unter definierten Testbedingungen bestimmt. Dabei wird der Ball aus einer Höhe von 254 cm auf eine feste, ebene Oberfläche fallen gelassen.

Die Toleranzen wirken klein, sind für das Spielverhalten aber relevant. Zusätzlich beeinflussen unter anderem Filz, Innendruck, Temperatur, Platzbelag und Abnutzung, wie schnell und lebendig sich ein Ball anfühlt.

Wie ist ein Tennisball aufgebaut?

Ein Tennisball besteht im Wesentlichen aus einem hohlen Gummikern und einer Filzhülle. Bei der Herstellung werden zwei Gummihalbschalen zu einem kugelförmigen Kern verbunden. Bei einem Druckball wird dabei ein erhöhter Innendruck erzeugt.

Anschließend wird der Kern mit den charakteristischen Filzsegmenten ummantelt. Die geschwungenen hellen Linien auf einem Tennisball entstehen an den Übergängen dieser Filzteile.

Aufbau eines Tennisballs Schematischer Querschnitt eines Tennisballs mit Filzhülle, Gummikern und Innenraum. Filzhülle Gummikern Hohler Innenraum

Warum ist in einer Tennisballdose Druck?

Bei klassischen Druckbällen trägt der erhöhte Innendruck wesentlich zum Sprungverhalten bei. Das Problem: Gummi ist nicht vollkommen gasdicht. Mit der Zeit diffundiert Gas durch den Gummikern und der Ball verliert Druck.

Deshalb werden neue Druckbälle in einer verschlossenen Druckdose verkauft. Erst beim Öffnen der Dose beginnt der Druckunterschied zur Umgebungsluft dauerhaft zu wirken. Daher zischt eine neue Tennisballdose beim Öffnen.

Druckbälle oder drucklose Tennisbälle?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Druckbällen und drucklosen Tennisbällen.

DruckballDruckloser Ball
Sprungverhaltenwird wesentlich vom Innendruck bestimmtwird stärker durch die Konstruktion des Gummikerns bestimmt
Verpackungtypischerweise Druckdosekeine Druckdose erforderlich
Alterungverliert mit der Zeit Innendruckkein vergleichbarer Druckverlust
Typischer EinsatzMatch, Mannschaftsspiel, Turnier, Traininghäufig Training, Ballkorb und Ballmaschine

Druckbälle

Druckbälle vermitteln das Spielgefühl, das die meisten Spieler aus Mannschaftsspielen und Turnieren kennen. Der Nachteil ist die begrenzte Nutzungsdauer: Auch wenn der Filz noch gut aussieht, kann ein älterer Ball bereits deutlich an Innendruck und damit an Sprungverhalten verloren haben.

Drucklose Tennisbälle

Drucklose Bälle benötigen keinen erhöhten Innendruck für ihre grundlegenden Spieleigenschaften. Sie sind deshalb besonders interessant, wenn viele Bälle über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden sollen – beispielsweise im Vereinstraining, Trainerkorb oder in einer Ballmaschine.

Sie fühlen sich je nach Modell allerdings anders an als klassische Matchbälle. Wer für ein konkretes Mannschaftsspiel oder Turnier trainiert, sollte deshalb zumindest einen Teil des Trainings mit dem dort vorgeschriebenen oder vorgesehenen Ball absolvieren.

Warum haben Tennisbälle Filz?

Der Filz ist keineswegs nur eine äußere Schutzschicht. Er beeinflusst die Aerodynamik des Tennisballs und damit Geschwindigkeit und Flugbahn.

Die Luftströmung am Ball erzeugt Widerstand. Gleichzeitig beeinflusst die Rotation des Balls seine Flugbahn. Das ist unter anderem für Topspin und Slice relevant. Die ITF untersucht diese aerodynamischen Eigenschaften sogar in einem speziellen Windkanal.

Mit zunehmender Nutzung verändert sich der Filz. Ein stark abgeriebener oder extrem aufgeflauster Ball kann sich deshalb anders durch die Luft bewegen als ein neuer Ball.

Welche Arten von Tennisbällen gibt es?

Die ITF unterscheidet bei regulären Tennisbällen mehrere Balltypen. Dazu kommen die langsameren Stage-Bälle für den Einstieg in den Tennissport.

BallCharakteristikBesonderheit
Type 1schneller BallFast
Type 2StandardballMedium
Type 3langsamerer, größerer BallSlow
High Altitudefür große Höhenangepasstes Sprungverhalten
Stage 1grünca. 25 % langsamer
Stage 2orangeca. 50 % langsamer
Stage 3rotca. 75 % langsamer

Wichtig: Die Bezeichnungen Type 1, Type 2 und Type 3 dürfen nicht mit den Zahlen verwechselt werden, die Hersteller auf normale Tennisbälle drucken. Diese Zahlen haben eine andere Funktion.

Welche Tennisbälle eignen sich für Kinder und Anfänger?

Für Kinder und den Einstieg ins Tennis gibt es langsamere Bälle. Sie erleichtern längere Ballwechsel und geben Spielern mehr Zeit für Vorbereitung und Schlagbewegung.

StufeKennzeichnungGeschwindigkeit gegenüber Gelb*Typischer Einsatz
Stage 3Rotca. 75 % langsamerEinstieg, kleines Spielfeld
Stage 2Orangeca. 50 % langsamermittleres Spielfeld
Stage 1Grünca. 25 % langsamergesamtes Tennisfeld
StandardGelbnormale Geschwindigkeitreguläres Tennis

* Die Prozentangaben beziehen sich auf die von der ITF angegebenen geschätzten Ballgeschwindigkeiten.

Tennisbälle Rot, Orange, Grün und Gelb Die vier Stufen vom langsamen roten Anfängerball bis zum normalen gelben Tennisball. Rot · Stage 3 Orange · Stage 2 Grün · Stage 1 Gelb · Standard

Für Anfänger sind langsamere Bälle nicht nur für Kinder interessant. Auch Erwachsene können damit Technik, Treffpunkt und Ballwechsel leichter erlernen.

Welche Tennisbälle sollte man kaufen?

Welcher Tennisball der richtige ist, hängt vor allem davon ab, wofür und wie häufig Du spielst. Der teuerste Ball ist nicht automatisch für jeden Einsatz die beste Wahl.

EinsatzEmpfehlung
Mannschaftsspiel / TurnierVorgeschriebenen Wettspielball verwenden
Training für MannschaftsspielMöglichst mit dem Wettspielball oder einem ähnlich spielenden Druckball trainieren
FreizeitspielerGuter All-Court-Druckball ist meist die unkomplizierteste Wahl
Trainer / großer BallkorbHaltbare Trainingsbälle oder drucklose Bälle können wirtschaftlicher sein
BallmaschineMöglichst gleichmäßig spielende, haltbare Trainingsbälle
Kinder / EinsteigerPassenden roten, orangen oder grünen Stage-Ball wählen

Darauf solltest Du beim Kauf achten

  • Einsatz: Match, Training, Trainerkorb oder Ballmaschine?
  • Platzbelag: Sand, Hartplatz, Teppich oder Rasen?
  • Wettkampf: Ist ein bestimmter Ball vorgeschrieben?
  • Spielgefühl: Bevorzugst Du einen lebendigen oder eher kontrollierten Ball?
  • Haltbarkeit: Wie schnell verschleißt der Filz bei Deinem Spiel und auf Deinem Platz?
  • Menge: Für Trainer und Vereine können Großpackungen sinnvoller sein als einzelne Dosen.

Mein Tipp: Wer Mannschaftsspiele bestreitet, sollte vor wichtigen Begegnungen mit dem jeweiligen Wettspielball trainieren. Unterschiede zwischen Ballmodellen sind im direkten Vergleich durchaus spürbar.

Welcher Tennisball eignet sich für Sandplatz und Hartplatz?

Der Platzbelag beeinflusst den Verschleiß und das Spielverhalten des Balls. Deshalb bieten Hersteller unter anderem All-Court-, Clay-Court-, Regular-Duty- oder Extra-Duty-Varianten an.

Auf abrasiven Hartplätzen wird der Filz mechanisch stark beansprucht. Speziell dafür entwickelte Extra-Duty-Bälle besitzen üblicherweise einen widerstandsfähigeren Filz. Für weichere Beläge werden dagegen auch Regular-Duty- beziehungsweise belagsspezifische Modelle angeboten.

Auf deutschen Sandplätzen ist nicht automatisch jeder als „Clay“ bezeichnete Ball die richtige Wahl für den Wettkampf. Bei Mannschaftsspielen entscheidet die jeweilige Wettspielordnung beziehungsweise die Ausschreibung darüber, welcher Ball verwendet werden muss.

Wie lange halten Tennisbälle?

Eine pauschale Anzahl an Stunden, Tagen oder Matches lässt sich seriös nicht angeben. Die Haltbarkeit hängt unter anderem von Balltyp, Spielintensität, Platzbelag, Temperatur, Lagerung und persönlichem Anspruch an das Spielverhalten ab.

Bei einem Druckball wirken zwei Alterungsprozesse gleichzeitig:

  1. Druckverlust: Gas kann langsam durch den Gummikern entweichen. Dadurch verliert der Ball an Sprungvermögen.
  2. Verschleiß: Filz und Gummikern werden bei jedem Schlag und Bodenkontakt beansprucht.

Ein Ball kann deshalb äußerlich noch ordentlich aussehen und trotzdem bereits deutlich weniger lebendig spielen. Umgekehrt kann auf einem stark beanspruchenden Belag der Filz schon deutlich verschlissen sein, obwohl das Sprungverhalten noch akzeptabel erscheint.

Woran erkennt man einen verschlissenen Tennisball?

  • Der Ball springt deutlich niedriger als ein neuer Ball.
  • Er fühlt sich beim Schlag ungewöhnlich weich oder „tot“ an.
  • Die Bälle eines Satzes springen nicht mehr gleichmäßig.
  • Der Filz ist stark abgerieben oder extrem aufgeflaust.
  • Die Oberfläche oder die Verbindung der Filzteile ist beschädigt.
  • Der Ball ist sichtbar verformt oder beschädigt.

Für ein normales Freizeittraining müssen Bälle nicht sofort aussortiert werden, nur weil sie nicht mehr matchfrisch sind. Für Matchtraining oder Wettkampf sollte das Sprung- und Flugverhalten dagegen möglichst gleichmäßig sein.

Unsere Erfahrung mit der Haltbarkeit

Die Haltbarkeit von Tennisbällen ist seit Jahren ein Dauerthema. Aus meiner persönlichen Erfahrung war der frühere Dunlop Tournament lange einer der haltbareren Turnierbälle. Der heutige Dunlop Fort Tournament überzeugt mich hinsichtlich der Haltbarkeit weniger als frühere Varianten. Gerade auf Sand können Filz und Oberfläche bei intensivem Spiel relativ schnell sichtbar verschleißen.

Das ist ausdrücklich eine persönliche Praxiserfahrung. Wie lange ein Ball tatsächlich gut spielbar bleibt, hängt stark von Spielweise und Bedingungen ab.

Wie sollte man Tennisbälle lagern?

Ungeöffnete Druckdosen sollten trocken und ohne extreme Hitze oder Kälte gelagert werden. Eine ungeöffnete Druckdose reduziert den Druckverlust der enthaltenen Bälle erheblich.

Nach dem Öffnen kann eine normale Dose den ursprünglichen Druckzustand nicht wiederherstellen. Ein einfacher Deckel verhindert zwar, dass die Bälle verloren gehen oder verschmutzen, setzt sie aber nicht erneut unter den ursprünglichen Verpackungsdruck.

Für häufig spielende Tennisspieler gibt es spezielle Druckbehälter beziehungsweise Re-Pressurizer. Sie sollen den Druckverlust geöffneter Bälle reduzieren oder den Innendruck gebrauchter Bälle wieder erhöhen. Solche Systeme können vor allem interessant sein, wenn regelmäßig größere Mengen an Druckbällen verwendet werden.

Was bedeuten die Zahlen auf Tennisbällen?

Auf vielen Tennisbällen befindet sich neben dem Herstellerlogo eine Zahl wie 1, 2, 3 oder 4. Diese Zahl bedeutet bei handelsüblichen Ballserien normalerweise nicht, dass der Ball härter, schneller oder hochwertiger ist.

Sie dient vor allem dazu, gleichartige Bälle voneinander unterscheiden zu können. Spielen beispielsweise auf zwei benachbarten Plätzen beide Gruppen mit demselben Ballmodell, lassen sich verirrte Bälle anhand der Nummer leichter zuordnen.

Achtung: Diese aufgedruckten Nummern sind nicht mit den offiziellen ITF-Bezeichnungen Type 1, Type 2 und Type 3 gleichzusetzen.

Welche Tennisbälle werden bei Turnieren und Mannschaftsspielen verwendet?

Für Turniere nach den Tennisregeln der ITF muss der verwendete Ball den entsprechenden Vorgaben entsprechen und auf der Liste der zugelassenen Bälle stehen.

Das bedeutet aber nicht, dass überall derselbe Tennisball gespielt wird. Verbände und Wettbewerbe können konkrete Ballmarken und Ballmodelle vorschreiben. Deshalb solltest Du vor einem Mannschaftsspiel oder Turnier die jeweilige Ausschreibung beziehungsweise Wettspielordnung prüfen.

Das ist auch für das Training relevant: Wer sich gezielt auf einen Wettbewerb vorbereitet, kann sich bereits vorher an Flugverhalten, Absprung und Spielgefühl des dort eingesetzten Balls gewöhnen.

Wie oft werden Tennisbälle im Profitennis gewechselt?

Es gibt keine für jedes Tennismatch weltweit identische Anzahl von Spielen bis zum Ballwechsel. Die Regeln erlauben unterschiedliche festgelegte Verfahren. Ein Ballwechsel kann beispielsweise nach einer vereinbarten ungeraden Zahl von Spielen oder zu Beginn eines Satzes stattfinden.

Der erste Wechsel erfolgt bei einem spielbasierten Wechselrhythmus früher, weil das Einschlagen berücksichtigt wird. Die konkrete Regelung ergibt sich aus dem jeweiligen Wettbewerb.

Warum sind Tennisbälle gelb?

Nach den ITF-Spezifikationen dürfen reguläre Tennisbälle weiß oder gelb sein. Im heutigen Spielbetrieb dominieren gelbe Tennisbälle.

Historisch waren auch weiße Tennisbälle üblich. Die Farbe allein sagt nichts über die Qualität oder Härte eines normalen Wettkampfballs aus.

Davon zu unterscheiden sind die roten, orangen und grün markierten Stage-Bälle. Dort kennzeichnet die Farbe eine bestimmte langsamere Ballstufe.

Was kann man mit alten Tennisbällen machen?

Ein Tennisball muss nicht sofort entsorgt werden, sobald er für ein Match nicht mehr gut genug ist. Im Verein bietet sich eine Nutzung in mehreren Stufen an:

  1. neue Bälle für Match und Punktspiel,
  2. gebrauchte Bälle für normales Training,
  3. ältere Bälle für Aufschlagtraining, Übungen oder Ballkorb,
  4. anschließend Sammlung zur Wiederverwendung oder zum Recycling.

Mittlerweile gibt es in Deutschland Sammel- und Recyclingkonzepte für gebrauchte Tennisbälle. Dabei können Bestandteile alter Bälle beispielsweise für Sportboden-Systeme weiterverwendet werden. Vereine sollten deshalb prüfen, ob regional oder über ihren Ausrüster eine entsprechende Sammelmöglichkeit angeboten wird.

Gebrauchte Bälle wegwerfen? Der gemeinnützige Umweltverein für nachhaltigen Tennissport e.V. stellt Tennisvereinen kostenfreie Ballsammelboxen zur Verfügung. Diese werden von Zeit zu Zeit abgeholt und der Weiterverwertung zugeführt. Finanziert wird das über Werbeflächen auf den Ballsammelboxen.

Tennisball-Hersteller

Zu den bekannten Herstellern und Marken von Tennisbällen gehören unter anderem:

  • Dunlop
  • Head
  • Wilson
  • Tretorn
  • Penn
  • Babolat
  • Donnay
  • tretorn

Entscheidender als der Markenname allein ist das konkrete Ballmodell. Auch innerhalb eines Herstellers gibt es Matchbälle, Trainingsbälle, belagsspezifische Modelle und Stage-Bälle mit deutlich unterschiedlichen Eigenschaften.

Häufige Fragen zu Tennisbällen

Wie groß ist ein Tennisball?

Ein regulärer Type-2-Tennisball hat nach ITF-Vorgaben einen Durchmesser von 6,54 bis 6,86 cm.

Wie schwer ist ein Tennisball?

Reguläre Type-1-, Type-2-, Type-3- und High-Altitude-Tennisbälle müssen nach den ITF-Spezifikationen zwischen 56,0 und 59,4 Gramm wiegen.

Wie hoch muss ein Tennisball springen?

Ein Type-2-Tennisball muss beim standardisierten ITF-Test eine Rücksprunghöhe von 135 bis 147 cm erreichen. Der Ball wird dafür aus 254 cm Höhe auf eine feste, ebene Oberfläche fallen gelassen.

Wie lange halten Tennisbälle?

Dafür gibt es keine allgemeingültige Zahl. Druckbälle verlieren nach dem Öffnen der Dose allmählich Innendruck; gleichzeitig verschleißt der Filz beim Spielen. Spielintensität, Belag, Temperatur, Lagerung und Ballmodell beeinflussen die Nutzungsdauer erheblich.

Warum werden Tennisbälle in einer Dose verkauft?

Klassische Druckbälle werden in einer Druckdose verpackt, damit ihr Innendruck während der Lagerung möglichst erhalten bleibt. Nach dem Öffnen beginnt der Ball allmählich Druck an die Umgebung zu verlieren.

Was ist besser: Druckbälle oder drucklose Tennisbälle?

Das hängt vom Einsatz ab. Druckbälle sind für Match und Wettkampf üblich. Drucklose Bälle können für Trainerkorb und Ballmaschine interessant sein, weil ihre grundlegenden Spieleigenschaften nicht von einem erhöhten Innendruck abhängen.

Welche Tennisbälle sind für Anfänger geeignet?

Für Einsteiger können langsamere Stage-Bälle sinnvoll sein. Rot (Stage 3) ist am langsamsten, danach folgen Orange (Stage 2) und Grün (Stage 1). Auch erwachsene Anfänger können von langsameren Bällen profitieren.

Was bedeuten rote, orange und grüne Tennisbälle?

Sie kennzeichnen unterschiedliche Lernstufen. Nach Angaben der ITF sind rote Stage-3-Bälle ungefähr 75 %, orange Stage-2-Bälle etwa 50 % und grüne Stage-1-Bälle etwa 25 % langsamer als ein normaler gelber Tennisball.

Was bedeuten die Zahlen 1, 2, 3 oder 4 auf Tennisbällen?

Bei üblichen Ballserien dienen die aufgedruckten Zahlen vor allem zur Unterscheidung identischer Bälle auf benachbarten Tennisplätzen. Eine höhere Zahl bedeutet nicht automatisch einen schnelleren, härteren oder besseren Ball.

Warum haben Tennisbälle Filz?

Der Filz beeinflusst insbesondere die Aerodynamik des Tennisballs. Luftwiderstand und Rotation bestimmen gemeinsam wesentlich mit, wie schnell und auf welcher Flugbahn sich der Ball bewegt.

Warum sind Tennisbälle gelb?

Gelbe Bälle dominieren heute den Tennissport. Die ITF erlaubt für reguläre Tennisbälle allerdings sowohl Gelb als auch Weiß.

Welche Tennisbälle eignen sich für Sandplätze?

Für freies Spiel können All-Court- oder speziell für Sand entwickelte Bälle verwendet werden. Bei Mannschaftsspielen und Turnieren sollte immer geprüft werden, ob der zuständige Verband oder Veranstalter ein bestimmtes Ballmodell vorschreibt.

Welche Tennisbälle eignen sich für eine Ballmaschine?

Für Ballmaschinen sind gleichmäßig spielende und haltbare Trainingsbälle sinnvoll. Drucklose Bälle werden häufig eingesetzt, weil bei einer großen Ballmenge ein möglichst konstantes Sprungverhalten über längere Zeit wichtiger sein kann als das Spielgefühl eines frischen Matchballs.

Kann man alte Tennisbälle wieder unter Druck setzen?

Es gibt spezielle Druckbehälter beziehungsweise Re-Pressurizer, mit denen gebrauchte Druckbälle unter erhöhtem Außendruck gelagert werden. Solche Systeme können die Nutzungsdauer verlängern. Einen bereits stark verschlissenen Filz können sie allerdings nicht erneuern.

Wann sollte man einen Tennisball austauschen?

Spätestens wenn ein Ball deutlich schlechter oder anders springt als die übrigen Bälle, sichtbar beschädigt oder stark verformt ist, sollte er aus dem normalen Spiel genommen werden. Für Wettkampf und Matchtraining sind gleichmäßig spielende Bälle besonders wichtig.

Sind Tennisbälle alle gleich?

Nein. Selbst wenn Größe und Gewicht innerhalb der vorgeschriebenen Bereiche liegen, unterscheiden sich Tennisbälle unter anderem bei Filz, Konstruktion, Druck, Haltbarkeit und Spielgefühl. Zusätzlich existieren verschiedene ITF-Balltypen und langsamere Stage-Bälle.

Welche Tennisbälle werden im Punktspiel verwendet?

Das hängt vom Wettbewerb und zuständigen Verband ab. Es kann ein konkreter Wettspielball vorgeschrieben sein. Deshalb sollte vor Saison oder Turnier die aktuelle Wettspielordnung beziehungsweise Ausschreibung geprüft werden.

Quellen, weiterführende Links

Robert Hartl hat den Artikel Tennisbälle zuletzt am 12. Oktober 2026 aktualisiert.

Robert Hartl gründete Tennis Weblog 2007. In über 500 Beiträgen teilt er sein Tennis-Wissen als langjähriger Tennis-Spieler, Tennis-Trainer und Tennis-Fan. Tennis Weblog ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Tennis-Webseiten mit über einer halben Million Besuchern pro Jahr. Wir lieben Tennis - von Tennis-Fans für Tennis-Fans. mehr zur Redaktion

5 Kommentare zu Tennisbälle

  1. 1

    Günstige Alternativen sind die in Deutschland nicht bei Mannschaftsspielen verwendeten offiziellen Spielbälle Wilson Tour Davis Cup und Head ATP Gold.
    Der Wilson Tour Davis Cup wird bei Davis Cup spielen eingesetzt und der Head ATP Gold bei ATP spielen – Nomen est Omen.
    In der Qualität dürften sich diese wohl kaum von den offiziellen Mannschaftsbällen unterscheiden…preislich aber sehr wohl…

  2. 2

    Die Dunlop Fort Tournament oder auch Wilson Tour Clay 4er Ball Dose kosten mittlerweile zwischen 13,50 € bis 16,95 €, aber wodurch kommen diese Preise zustande?! Die Abgaben, die an den DTB und auch an die einzelnen Landesverbände von den Herstellern bezahlt werden, damit der einzelne Ball zugelassen wird um bei den Medenspielen zugelassen zu werden, muss der Endverbraucher bezahlen. Das macht die Tennisbälle so teuer.
    Ein Tip: von Dunlop haben die Dunlop VDT Trainer fast dieselben Spieleigenschaften wie der Dunlop Fort Tournament. Also es müssen nicht nur immer die offiziellen Medenrunden Bälle gespielt werden um mit einem richtig guten Tennisball spielen zu können.

  3. 3

    Sg. Damen und Herren!
    Wo kann ich die technischen Daten für Head ATP Tennisbälle finden – Gewicht, Größe, usw.

  4. 4

    Habe über 30 Jahre Tennis gespielt und ca. lange Jahre als Tennistrainer gearbeitet.
    Mein bester Ball war und ist der Babolat -AKEDEMY. Längere Haltbarkeit und
    ein gleichbleibendes Springverhalten.

  5. 5

    Hallo Robert,

    ich glaube den einen richtigen Tennisball gibt es nicht. Hängt ja von so vielen Faktoren ab. Wie der eigene subjektive Geschmack. Und es gibt mittlerweile so viele Marken, Modelle und Hersteller.

    Genauso wie es auf das Spiel-Niveau ankommt. Ein Anfänger wird in Punkto Tennis Ball abstriche machen können. Wahrscheinlich merkt er die Unterschiede noch nicht einmal auf dem Platz. Je besser die Spielstärke, desto wichtiger wird den Spielern ein guter Ball.

    Auf meinem Blog habe ich dazu ebenfalls einen Beitrag verfasst, wo ich das Thema aufgegriffen habe. ( https://www.sandplatz-tennis.de/tennis-baelle/ ) Muss vor Allem jedoch sagen, dass wir uns beim Kauf natürlich auch stark an den in unserer Liga verwendeten Ball orientieren. Im TNB zum Beispiel sind 2022 die Bälle gewechselt worden. Statt Wilson gibt es jetzt den TNB Dunlop Tour. Viele Spieler kaufen seither eher Dunlop Modelle.

    Trainer, Vielspieler und für die Ballmaschine braucht es zudem andere Bälle als im Hobbyspielbereich. Der Trainer setzt eher auf Haltbarkeit, für die Slinger kaufe ich natürlich drucklose Bälle. Turnierspieler hingegen holen wohl eher Premium Bälle und geben auch den einen oder anderen Euro aus.

    Wo wir beim nächsten Punkt sind. Die Frage welcher Ball steht im engen Zusammenhang mit dem Budget des Kaufenden. Ist es mir egal, kaufe ich eventuell auch die Dose für 30 Euro. Achte ich auf den Preis, versuche ich eventuell eher unter 10 Euro die Dose zu bleiben.

    Viele Grüße
    Ronny

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